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Zusammenarbeit mit Polen

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© Pixabay Janusz-Szuba/Pixabay

Brandenburg hat mit 250 km die längste Grenze eines deutschen Bundeslandes zur Republik Polen. Die herausragende Bedeutung der Zusammenarbeit mit seinem Nachbarland ist zudem ausdrücklich in Artikel 2 der Landesverfassung verankert.

Seit 2014 hat der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke das Amt des Koordinators für die deutsch-polnische grenznahe und zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit inne.

In Brandenburg ist seit 2019 Europa-Staatssekretär Jobst-Hinrich Ubbelohde Beauftragter für Brandenburgisch-Polnische Beziehungen .

Die über Jahre gewachsene Kooperation zwischen Brandenburg und Polen zeigt sich in vielfältigen Formaten und der gemeinsamen Mitwirkung in europäischen und bilateralen Gremien. Der fachliche Austausch zwischen Politik und Verwaltung erstreckt sich auf eine Vielzahl von Bereichen, die unter anderem die Themen Verkehr, grenzüberschreitendes Gesundheitswesen, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Fachkräftesicherung, Katastrophen-, Hochwasser- und Umweltschutz, Zusammenarbeit von Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie die finanzielle Unterstützung von Projekten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, zum Beispiel durch INTERREG-Mittel, umfassen.

Besondere Beziehungen pflegt das Land zu seinen fünf polnischen Partnerwoiwodschaften  Zachodniopomorskie (Westpommern), Lubuskie (Lebuser Land), Dolnośląskie (Niederschlesien), Wielkopolskie (Großpolen) und Mazowieckie (Masowien).

Eine vielfältige und belastbare Partnerschaft hat sich zudem auf kommunaler Ebene und im zivilgesellschaftlichen Bereich zwischen Partnern aus Polen und Brandenburg entwickelt. Es existieren mehr als 80 teils langjährige kommunale Partnerschaften zwischen Städten, Gemeinden oder Landkreisen Brandenburgs und Polens sowie über 220 Schulpartnerschaften. Einen wichtigen Beitrag zu Austausch und Begegnung leisten zudem die deutsch-polnischen Euroregionen.

Brandenburg und seine Nachbarwoiwodschaften präsentieren sich so als eng verflochtener Raum – im Sinne des Gemeinsamen Zukunftskonzepts für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum.

Brandenburg hat seinerseits eine Nachbarschaftsstrategie für den brandenburgisch-polnischen Verflechtungsraum entwickelt, die die Zielsetzungen für eine gemeinsam gestaltete brandenburgisch-polnische Region mit Blick auf die kommenden zehn Jahre umfasst. Mit dem Anspruch, die staatlichen Rahmenbedingungen für eine zukunftsträchtige brandenburgisch-polnische Grenzregion zu schaffen, ist die Nachbarschaftsstrategie Brandenburg–Polen. Strategie des Landes Brandenburg für die nachbarschaftliche Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Verflechtungsraum am 15. Juni 2021 von der Landesregierung beschlossen worden. Das Dokument ist im Dialog mit verschiedensten Handelnden und Brückenbauern der deutsch-polnischen Zusammenarbeit entstanden und soll helfen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der brandenburgisch-polnische Verflechtungsraum sich sozial, ökonomisch und ökologisch gestärkt zu einer attraktiven Wachstumsregion im Herzen Europas weiterentwickeln kann.

Ansprechpersonen für Polen im Ministerium der Finanzen und für Europa:

Christian Schärf +49 (0)331 / 866-6560 christian.schaerf@mdfe.brandenburg.de
Ellen Kray +49 (0)331 / 866-6562 ellen.kray@mdfe.brandenburg.de
Dr. Carola Lau +49 (0)331 / 866-6564 carola.lau@mdfe.Brandenburg.de
Martha Kubitsch +49 (0)331 / 866-6596 martha.kubitsch@mdfe.brandenburg.de

Euroregionen

Die politischen Veränderungen in Polen sowie die Vereinigung Deutschlands schufen die Voraussetzungen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf regionaler bzw. kommunaler Ebene. Seit Anfang der neunziger Jahre, also lange vor dem Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004, wurden vier Euroregionen entlang der deutsch-polnischen Grenze gegründet. Die Euroregionen sind wichtige Partner der EU. Weiterlesen ...

Länderprofil Polen

Das polnische Staatsgebiet gliedert sich in 16 Woiwodschaften (Województwa), gut 300 Land- und 65 Stadtkreise (Powiaty) sowie knapp 2.500 Gemeinden (Gminy). Der Marschall oder die Marschallin sind Vorsitzende des Woiwodschaftsvorstands, sie leiten die territoriale Selbstverwaltung (Marschallamt) und werden vom Woiwodschaftstag (Polnisch: sejmik województwa) gewählt. Weiterlesen ...

Nachbarschaftstour 2021

Vor dem Hintergrund der am 15. Juni 2021 vom Kabinett beschlossenen Nachbarschaftsstrategie war Brandenburgs Europaministerin Katrin Lange vom 12.-14. Juli 2021 in der Grenzregion Brandenburg-Polen unterwegs. Hier besuchte sie verschiedene Akteure der brandenburgisch-polnischen Zusammenarbeit sowie verschiedene deutsch-polnische Projekte. Weiterlesen ...

Politische Beziehungen

Der Beauftragte der Landesregierung für die brandenburgisch-polnischen Beziehungen hat die Aufgabe, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung zu unterstützen und dort auch das Wissen über das Nachbarland zu verbessern. Darüber hinaus arbeiten weitere Gremien für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander. Weiterlesen ...

Nachbarschaftsstrategie

Nachbarschaftsstrategie Brandenburg-Polen Details