Ministerium der Finanzen und für Europa

Publikationen und Informationen

Steuern und Finanzamt

Bauen und Liegenschaften

Haushalt und Finanzen

Landesbeteiligungen, Bürgschaften, Sparkassenaufsicht, Offene Vermögensfragen

Europa

Öffentlicher Dienst

14.09.2020Zahl der Finanzierungsanfragen von Unternehmen bei Banken und Sparkassen gestiegen | 75/2020

Corona-Pandemie: Drittes Treffen von Landesregierung und Kreditwirtschaft zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krisenfolgen

Porträt Finanzministerin Katrin Lange Neues Fenster: Bild - Porträt Finanzministerin Katrin Lange - vergrößern Porträt Finanzministerin Katrin Lange © Kristin Baumert

Potsdam – Im Zuge der Rezession infolge der Corona-Pandemie haben die Finanzierungsanfragen von Firmen- und Unternehmenskunden bei den Banken und Sparkassen in der Region deutlich zugenommen. Das ist eines der Ergebnisse des dritten Bankengipfels, der heute in der Potsdamer Staatskanzlei stattfand. So berichteten dabei sowohl der Ostdeutsche Sparkassenverband als auch der Ostdeutsche Bankenverband als Vertretung der privaten Banken von einer gestiegenen Zahl von derartigen Anfragen der regionalen Wirtschaft. Dabei sei es sowohl um Änderungen an bestehenden Krediten als auch um Neuabschlüsse oder Förderkredite gegangen.

Befürchtungen, dass es im Zuge der Rezession zu zahlreichen Liquiditätsengpässen kommt, haben sich hingegen zum Glück bislang nicht bewahrheitet“, bilanzierte Finanzministerin Katrin Lange im Anschluss an das Treffen mit der Kreditwirtschaft. „Das ist neben den zahlreichen staatlichen Hilfen auch den Banken und Sparkassen im Land zu verdanken“, sagte Lange. Am 26. März hatten Landesregierung und Vertreter der Kreditwirtschaft beim ersten Bankengipfel eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die unter anderem darauf abzielte, in dieser Krisensituation die Liquidität von Selbstständigen und Unternehmen zu sichern.

Der Ostdeutsche Sparkassenverband berichtete beim Bankengipfel von zahlreichen Kundengesprächen und -anliegen im Zuge der wirtschaftlichen Krise. Im Ergebnis hätten beispielsweise die Sparkassen im Land Brandenburg im Juni dieses Jahres 58,6 Prozent mehr Darlehen an Unternehmen und Selbstständige zugesagt als im gleichen Monat des Vorjahres. Zum Vergleich: Im gesamten Gebiet des Ostdeutschen Sparkassenverbandes stiegen die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbstständige von Juni 2019 im Vergleich zu Juni 2020 schwächer, nämlich um 31,8 Prozent.

Der Ostdeutsche Bankenverband als Vertretung der privaten Banken schilderte, dass bei der gestiegenen Zahl der Finanzierungen und wieder zunehmender Investitionen der regionalen Wirtschaft primär die Absicherung der Unternehmensliquidität im Mittelpunkt stand. Vielfach seien Unterstützungen im Rahmen von Stundungen und Tilgungsaussetzungen geleistet worden. Zudem hätten die privaten Banken eine tragende Rolle bei den Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise eingenommen.

Auch der Vorsitzende des Vorstandes der Investitionsbank (ILB) des Landes Brandenburg, Tillmann Stenger, ging auf die Rolle von Banken und Sparkassen bei den Förderprogrammen ein. Er konstatierte nach dem Treffen: „Der Bankensektor im Land Brandenburg hat einen entscheidenden Anteil daran, dass die Corona-Hilfsangebote des Bundes und der Länder zügig bei der Brandenburger Wirtschaft angekommen sind. Die ILB konnte mit dem Corona-Soforthilfeprogramm, der Corona-Überbrückungshilfe und jetzt aktuell mit dem Programm 'Corona Mezzanine Brandenburg' für Startups und kleinere Unternehmen einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Download:

Bookmarken bei
Facebook Twitter Google Bookmarks VZ Netzwerke Delicious StumbleUpOn


Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt

Ingo Decker
Pressesprecher

Telefon: (0331) 866-6007
Telefax: (0331) 866-6666
Handy: 0170 835 2381
E-Mail:
pressestelle@mdfe.brandenburg.de