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11.06.2020Bankengipfel zieht positive Zwischenbilanz | 53/2020

Corona-Pandemie: Zweites Treffen von Landesregierung und Kreditwirtschaft zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krisenfolgen

Neues Fenster: Bild - Katrin Lange - vergrößern Katrin Lange, Ministerin der Finanzen und für Europa Foto: Bildhaus, Karoline Wolf

Potsdam – Banken und Sparkassen haben in Brandenburg bislang einen wirksamen Beitrag zur Stabilisierung und Sicherstellung der Kreditversorgung der regionalen Wirtschaft angesichts der Folgen der Corona-Pandemie geleistet. Dieses positive Zwischenfazit zog Finanzministerin Katrin Lange im Anschluss an den zweiten „Bankengipfel“ in der Staatskanzlei heute in Potsdam. „Die Ende März gemeinsam vereinbarten Maßnahmen haben sich bislang als zweckmäßig und wirksam erwiesen“, sagte Lange.

Am 26. März hatten Landesregierung und Vertreter der Kreditwirtschaft dazu eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Das heutige Treffen in Potsdam diente der Auswertung der bisher ergriffenen Maßnahmen, mit denen den aktuellen finanziellen und wirtschaftlichen Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie begegnet werden soll.

Übereinstimmend betonten die Vertreter der Kreditwirtschaft die hohe Bedeutung der angebotenen Instrumente der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in der derzeitigen Krise. So bildeten nach Angaben des Ostdeutschen Bankenverbandes (OstBV) der KfW-Unternehmerkredit sowie der KfW-Schnellkredit „den Schwerpunkt der durch die Institute vermittelten Hilfsangebote“. Das Bürgschaftsprogramm des Landes Brandenburg sowie die Angebote der ILB und der hiesigen Bürgschaftsbank würden ergänzend eingesetzt.

Bemerkenswert ist, dass nach Angaben des OstBV „derzeit keine Corona-bedingten Kreditausfälle zu erkennen sind“. Diese Einschätzung vertreten auch der Genossenschaftsverband und der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV). „Tatsächliche Verluste bzw. tatsächliche Kreditausfälle in nennenswerter Höhe sind bisher nicht bekannt geworden“, so der OSV. Vertreter aller Verbände betonten, dass es sich bei dieser Einschätzung lediglich um eine Zwischenbilanz handeln könne, da die finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise andauern und abschließend noch überhaupt nicht beurteilt werden könnten.

Ende März hatte das Land darauf hingewirkt, dass die regionale Kreditwirtschaft Selbstständigen und Unternehmen bei Bedarf großzügig Überbrückungskredite gewährt, bis die Corona-Soforthilfeprogramme von Bund und Ländern am Start sind. Offenbar mit Erfolg: Die Banken und Sparkassen haben zunächst umfangreich die Hilfsprogramme vorfinanziert, bis diese zur Auszahlung gelangten. So hätten nach Angaben des OSV allein die brandenburgischen Sparkassen 18.365 Anträge mit einem Volumen von 173 Millionen Euro vorfinanziert.

Generell stellen die Institute der Kreditwirtschaft derzeit einen deutlich erhöhten Beratungsbedarf ihrer Kunden fest. Dies sei nicht nur bei Unternehmen so, sondern auch im Privatkundenbereich. So führt Kurzarbeit unmittelbar zu sinkenden Einkünften und kann Stundungs- oder Streckungsmaßnahmen bei laufenden Krediten erforderlich machen.

Die Teilnehmer des zweiten Potsdamer Bankengipfels stimmten darin überein, dass eine belastbare Einschätzung der weiteren finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise derzeit kaum möglich sei. „Dazu sind einfach zu viele Unbekannte im Spiel. Wir werden erst im Laufe des Jahres klarer sehen, wie schwerwiegend die Folgen tatsächlich sein werden. Insofern muss die Vorläufigkeit aller getroffenen Einschätzungen betont werden“, sagte die Finanzministerin. „Gleichwohl möchte ich klar feststellen, dass die Banken und Sparkassen in der derzeitigen ganz außergewöhnlichen Situation einen wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung geleistet haben. Die Vereinbarungen vom März wurden umgesetzt; die Banken standen zu ihrem Wort. Das verdient Anerkennung“, so die Ministerin abschließend.

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